Facharzt für Chirurgie & Unfallchirurgie München

Dr. Charles Sassen

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Operationen an der Gallenblase

Operationen zur Entfernung der Gallenblase führen wir grundsätzlich per Schlüsselloch-Operation durch.

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Krankheiten
an der Gallenblase

So nennt es Ihr Arzt Behandlungs-
methode
Behandlungsort
nach dem Besuch in der Praxis
Gallensteine Cholezystolithiasis Minimal-invasiv stationäre Klinik

Gallenblasenentzündung

Cholezystitits Minimal-invasiv stationäre Klinik

So entstehen Gallensteine

In der Gallenblase können sich Gallensteine bilden. Sie werden oft zufällig bei einer routinemäßigen Ultraschall-Untersuchung festgestellt. Gallensteine entstehen meistens bei dazu veranlagten Menschen (bei Frauen doppelt so häufig wie bei Männern) durch Ausfällung von Cholesterin oder Bilirubin in Kombination mit Gallensalzen. Ein erhöhtes Risiko zur Gallensteinbildung besteht bei Übergewicht, Zuckerkrankheit, Abflusshindernissen, multiplen Schwangerschaften und einer besonderen Form der Blutarmut, der hämolytischen Anämie. Zwei Drittel der Patienten mit Gallensteinen haben allerdings keine Beschwerden bzw. sind symptomfrei.

Außerdem gibt es Patienten, die typische Beschwerden im rechten Oberbauch haben, aber keine Gallensteine. Dabei handelt es sich meistens um eine Entleerungsstörung der Gallenblase, die mit einer speziellen Untersuchungsmethode festgestellt werden kann. Bei 80% dieser Patienten führt die operative Entfernung der Gallenblase zu Beschwerdenfreiheit.

In speziellen Fällen sollte vor einer Gallenblasen-Operation eine Magenspiegelung (Ösophago-Gastro-Duodenoskopie ÖGD) durchgeführt werden, um Krankheiten am Magen und Zwölffingerdarm, die ähnliche Beschwerden verursachen können, festzustellen bzw. auszuschliessen.

In den meisten Fällen sind aber die Beschwerden, der körperliche Untersuchungsbefund und der Ultraschallbefund so eindeutig, dass die Diagnose (Feststellung des Krankheitsbildes) keinen Zweifel lässt und eine Anzeige (Indikation) zur Operation besteht.

So bemerken Sie die Gallensteine

Die häufigsten Beschwerden, die durch Gallenstein-Leiden verursacht werden, sind ein Völlegefühl im Oberbauch nach dem Essen, gepaart mit einer Unverträglichkeit für fette Speisen, Schokolade und manchmal auch Kaffee. Möglicherweise entstehen nach Einnahme von Speisen Schmerzen im mittleren und rechten Oberbauch, die in die rechte Flanke bis in den Rücken oder in die rechte Schulter ausstrahlen.

Treten die Schmerzen anfallsweise mit Übelkeit und Brechreiz auf und Sie können nicht mehr still sitzen oder liegen, entspricht dieser Zustand einer Kolik. In diesem Fall ist vor der Operation mittels Ultraschall und Blutuntersuchung zu klären, ob vielleicht ein oder mehrere Gallensteinchen (Gallenblasensteine) aus der Gallenblase  in den Hauptgallengang (Duktus Choledochus) gerutscht sind. Falls dies so ist, sollte eine endoskopische Untersuchung (ERC bzw. ERCP) durchgeführt werden, um diese Gallengangssteinchen darzustellen und auf endoskopischem Weg zu entfernen. Die Gallenblasenoperation sollte anschließend - je nach Befund - kurz- oder mittelfristig durchgeführt werden.

Alternative Untersuchungen zur Darstellung der Gallenwege und der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) sind die Computertomographie (CT) und die Magnetresonanztomographie (MRT= Kernspintomographie) von Gallenwegen und Pankreas (MRCP), wenn zum Beispiel ein krankhafter Befund ohne sicheren Nachweis von Gallensteinen im Ultraschall besteht.

So operieren wir die Gallenblase

Die Gallenblasen-Operation (Cholezystektomie) kann geplant und im sogenannten freien Intervall (eine beschwerdenfreie und symptomfreie Phase) stationär in Vollnarkose durchgeführt werden. Vor der Operation wird üblicherweise eine ambulante Narkosevorbereitung vom Hausarzt/in durchgeführt.

Die Operation führen wir grundsätzlich in minimal invasiver Technik (Schlüsselloch-Operation = laparoskopische Methode = endoskopische Methode) über 4 kleine Schnitte durch. Es werden dann der kleine aus der Gallenblase in den Hauptgallengang einmündende Gang (Duktus Zystikus) und die kleine Schlagader (Arteria Zystika), die die Gallenblase mit Blut versorgt, aufgesucht, freigelegt, mittels Clips verschlossen und durchtrennt. Danach wird die Gallenblase, die an einer Seite immer an der Leber festgewachsen ist, aus dem Leberbett schrittweise herausgelöst und komplett mit den darin befindlichen Gallensteinen in einen Bergebeutel aus der Bauchhöhle entfernt.

Im Ausnahmefall unter Umständen, die dies erzwingen, wird eine sogenannte "Umstiegsoperation" notwendig. Das heißt, dass zum Beispiel durch eine Unmöglichkeit, die Gallenblase endoskopisch ohne Gefahr für den Patienten zu entfernen, die Endoskopie abgebrochen werden muss, und die Gallenblase in konventioneller Art, d.h. über einen Bauchwandschnitt freigelegt und entfernt werden muss. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn durch abgelaufene, frühere Entzündungen die Gallenblase so stark mit den umgebenden Gewebestrukturen verwachsen ist, dass eine endoskopische Befreiung der Gallenblase unmöglich bzw. zu risikohaft ist. Anschliessend wird das OP-Gebiet bei Bedarf gespült, die Spülflüssigkeit abgesaugt und gegebenenfalls eine Drainage (Schlauch um einen freien Abfluss für Wundflüssigkeit und Blutreste zu ermöglichen) in das OP-Gebiet eingelegt.

Der stationäre Aufenthalt dauert durchschnittlich zwei bis vier Tage. Die Entfernung der Gallenblase führt nach der Operation nicht zu einer Beeinträchtigung der Verdauung.

 

Für einen Termin zu Diagnose und Behandlung im Bereich der Gallenblase rufen Sie bitte von Montag bis Freitag zwischen 8 und 18 Uhr an, Tel. 089/287 792-45.

Hinweis: Auf unseren Webseiten möchten wir Patienten ausschließlich informieren. Wenn Sie gesundheitliche Beschwerden haben, setzen Sie sich bitte mit Ihrem Hausarzt oder einem Notfall-Zentrum in Verbindung.

 

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