Facharzt für Chirurgie & Unfallchirurgie München

Dr. Charles Sassen

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Operation bei Leistenbruch, Nabelbruch, Narbenbruch oder Schenkelbruch

Brüche, sog. Hernien, kommen häufig vor. Mit minimal-invasiver Technik können sie heute oft behoben werden. Die Vorteile dieser als Schlüsselloch-Technik bezeichneten Operationsmethode: Sie ist sehr schonend, Ihr Krankenhausaufenthalt ist kurz, und Sie sind rasch wieder körperlich belastbar.

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Chirurgie bei Bauchwand-Brüchen

 

Bauchwand-Brüche

So nennt es Ihr Arzt Behandlungs-
methoden
Behandlungsort
nach dem Besuch in der Praxis
Tagesklinik Stationäre Klinik
Leistenbruch Leistenhernie
Inguinalhernie
Hernia Inguinalis
Minimal-invasiv (TAPP, TEP),
offen,
Shouldice-Plastik 
x x

Nabelbruch

Hernia Umbilicalis Mayo-Plastik,
Onlay- / Sublay-Netz-Einlage,
Composite-Kugel-Patch,
IPOM
x x
Narbenbruch Hernia Cicatricialis
Incisional hernia
Minimal-invasiv (TAPP, TEP),
offen
,
Onlay- / Sublay-Netz-Einlage,
IPOM,
Korium-Plastik
x x
Schenkelbruch Femoralhernie
Hernia Femoralis
Minimal-invasiv,
offen 
x x

Operationsmethoden beim Leistenbruch

Leistenbrüche werden in Abhängigkeit des Alters, der Ausdehnung und des Allgemeinzustandes nach unterschiedlichen Methoden, aber mit dem gleichen Ziel operativ behandelt: Wiederherstellung einer funktionstüchtigen, beschwerdenfreien Leiste bzw. Bauchwand mit geringst möglichem Risiko.

Die Vor- und Nachteile der verschiedenen OP-Methoden legen wir Ihnen im persönlichen Aufklärungsgespräch vor der Operation dar, damit die für Sie beste Methode eingesetzt wird. Als gängige, nahezu gleichwertige Methoden stehen zur Verfügung:

  • Das laparoskopische (Knopfloch-chirurgische = minimal-invasiv chirurgische = MIC = endoskopische) Einbringen und gegebenenfalls Fixieren eines leichten titanbeschichteten Kunststoffnetzes in die Leiste über 3 kleine Schnitte im Mittelbauch. Hierzu ist eine Vollnarkose und ein stationärer Aufenthalt von 1 bis 2 Tagen erforderlich, obwohl die Kostenträger zunehmend restriktiver werden. Der Vorteil dieser unter Medizinern als laparoskopische transperitoneale Hernioplastik oder TAPP (Trans-Abdominelle-Präperitoneale-Plastik) bezeichnete Methode ist es, dass Sie nach dieser Operation wenig Schmerzen haben und deshalb früher mobil sind.
    Als alternative endoskopische Methode gibt es auch die TEP (Totale Extraperitoneale Plastik), wobei ebenso endoskopisch ein Netz über einen künstlich geschaffenen Freiraum direkt vor dem Bauchfell eingelegt wird. Die TAPP- und die TEP-Methode sind in erfahrener Hand gleichwertig.
    Die volle körperliche Belastbarkeit ist normalerweise nach 1 bis 3 Wochen wieder vorhanden.

  • Bei der offenen Methode wird über einen Schnitt in der Leiste nach dem Zurückschieben (reponieren) des Bruches in die Bauchhöhle ein Kunststoffnetz von außen auf die Bruchlücke und deren Umgebung gelegt bzw. fixiert (Lichtenstein-Plastik). Alternativ gibt es inzwischen verschiedene Netz-Implantat-Designs, die mittels einer dem Netz angepassten Operationstechnik (z.B. nach Rutkow, Gilbert oder Stoppa) in die Bruchlücke und/oder dahinter eingebracht und fixiert werden. Alle Netze haben inzwischen die gemeinsame Eigenschaft, dass sie gewebt (nicht geknotet) und monofil (der Faden ist nicht geflochten, sondern glatt aus einem Stück gezogen) sind und sehr leicht im Gewicht. Es geht darum, so wenig wie möglich Fremdmaterial mit einer ausreichenden Reißfestigkeit und gewissen Dehnbarkeit des Materials zum Einsatz zu bringen. Einige Netze enthalten heute Anteile, die sich im Verlauf der Zeit auflösen, aber das Netzmaterial, das für eine ausreichende Stabilisierung notwendig ist, bleibt bestehen.
    Die offene Operation erfordert also einen längeren Schnitt im Vergleich zur laparoskopischen Operation. Eine Vollnarkose ist nicht zwingend, der Eingriff kann in Teilnarkose (Spinalanästhesie) oder bei einem erhöhten Narkoserisiko in örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Eine ambulante Operation ist möglich, dies sollte jedoch von Ihrem allgemeinen Gesundheitszustand und individuellen Umständen abhängig gemacht werden.
    Nach der Operation bestehen wenig bis mäßige Schmerzen, die Einnahme von Schmerzmitteln wird empfohlen und an Ihren persönlichen Bedarf angepasst.
    Die volle körperliche Belastbarkeit ist je nach Bruchgröße, Operationstechnik und Allgemeinzustand nach 2 bis 6 Wochen wieder vorhanden.

  • Bei der dritten Leisten-OP-Methode, die Shouldice-Plastik, wird der Bruchsack über einen Schnitt in der Leiste freigelegt, gegebenenfalls entfernt und die Bruchlücke sowie deren direkte Umgebung mittels einer mehrschichtigen, fortlaufenden Nahtreihe verschlossen bzw. verstärkt.

Operationsmethoden bei einem Nabelbruch

Ein kleiner Nabelbruch wird oft erst nach Jahren per Zufall entdeckt und kann bei Beschwerdenfreiheit vorerst weiter beobachtet werden. Dies sollte jedoch vom Chirurgen bestätigt werden.

Der Nabelbruch muss dann operiert werden, wenn er sich vergrößert, eingeklemmt ist oder Beschwerden verursacht. Bei der Operation gibt es die gleichen Verfahrensweisen wie bei einem Narbenbruch (siehe unten). Auch hier gibt es außer dem einfachen Verschluss der Bruchlücke mittels klassischer Mayo-Plastik bei einer kleinen Bruchlücke die Möglichkeit, den Verschluss der Bruchlücke zusätzlich mittels Onlay- oder Sublay-Netz-Einlage zu verstärken.

Eine alternative OP-Technik ist die Einlage und Fixierung eines sogenannten Composite-Kugel-Patch oder die laproskopische IPOM-Technik.

 

Operationsmethoden bei einem Narbenbruch

Narbenbrüche entstehen nach früheren Operationen durch Bindegewebsschwäche der Operationsnarbe. Die operative Versorgung besteht aus einem Verschluß der Bruchlücke sowohl durch Netzeinlage als auch durch Nahttechnik. Die Netzeinlage kann sowohl offen, das heißt durch einen Schnitt oder auch laparoskopisch durchgeführt werden. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, die der Situation entsprechend zum Einsatz kommen:

Der einfache Bruchlückenverschluss ist wegen des relativ hohen Rezidiv-Risikos nur noch bei besonderen Situationen und Befunden angebracht. Die Versorgung mit einem Netzimplantat bietet erfahrungsgemäß bessere Ergebnisse. Hier gibt es die offenen Verfahren in "Onlay-Technik" und "Sublay-Technik", wobei Onlay und Sublay bezeichnen, wo das Netz in der Bauchdecke positioniert wird.

Alternativ gibt es auch die Möglichkeit, Narbenbrüche laparoskopisch zu operieren. Hierbei wird ein doppeltschichtiges, darmschonendes Netz eingebracht, überlappend von innen auf die Bruchlücke gelegt und mit kleinen Titanklammern oder Nähten an der Bauchdecke fixiert. Diese Operationsmethode wird IPOM (Intra-Peritoneal-Onlay-Mesh) genannt.

Eine weitere operative Verfahrensweise ist die Koriumplastik für sehr große Narbenbrüche mit massivem Hervortreten des Bauchinhalts.

 

Bauchspiegelung zur Erörterung von bis zu diesem Zeitpunkt unklaren Bauchbeschwerden

Möchte man zum Beispiel feststellen, ob möglicherweise weitere Verwachsungen nach Voroperationen vorhanden sind, ist die diagnostische Bauchspiegelung (diagnostische Laparoskopie) angezeigt. Werden Verwachsungen festgestellt, können sie in gleicher Sitzung mit der Behandlung des Narbenbruchs schonend und in den meisten Fällen laparoskopisch gelöst werden. Je schonender die Vorgehensweise, desto weniger besteht die Chance, dass sich erneut Verwachsungen bilden.

Des Weiteren können so alle Organe, die in der Bauchhöhle liegen, gleichzeitig genau inspiziert werden und so mögliche Ursachen für die Beschwerden (z.B. chronische Blinddarmreizung, Divertikelentzündung, Meckelsches Divertikel, Endometriose, Ovarialzysten, Verwachsungen, innere Hernie) entdeckt werden. Manche Ursachen werden sofort behoben, andere Ursachen (z.B. Tumore) werden, wenn notwendig, erst nach weiterer Vorbereitung und Rücksprache mit Ihnen operativ behandelt.

 

Chirurgischer Eingriff bei einem Schenkelbruch

Diese Bruchart ist selten und tritt eher bei Frauen auf. Die Vorwölbung findet sich nicht oberhalb des Leistenbandes wie bei Leistenbrüchen, sondern unterhalb davon, an der Innenseite des Oberschenkels. Die operative Versorgung kann offen oder laparoskopisch erfolgen. Bei einem Schenkelbruch kann es relativ häufig zu einer sogenannten Einklemmung kommen, die dann sofort chirurgisch behandelt werden sollte.

 

Für einen Termin zur Diagnose Ihrer Beschwerden in der Leistengegend rufen Sie bitte von Montag bis Freitag zwischen 8 und 18 Uhr an, Tel. 089/287 792-45.

Hinweis: Auf unseren Webseiten möchten wir Patienten ausschließlich informieren. Wenn Sie gesundheitliche Beschwerden haben, setzen Sie sich bitte mit Ihrem Hausarzt oder einem Notfall-Zentrum in Verbindung.

 

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